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Qualitätsstufen deutscher Weine

Die Qualitätspyramide

Eine Mehrheit deutscher Weine besitzt eine geschützte Ursprungsbezeichnung (g.U.), worunter Qualitätsweine und Prädikatsweine fallen. Daneben gibt es Weine mit geschützten geografischen Angaben (g.g.A.), welche als Landweine etikettiert sind und Weine ohne jegliche geografischen Angaben, welche unter die Kategorie Deutsche Weine oder Tafelweine fallen. In der Qualitätspyramide stehen an unterster Stelle der Tafelwein/Deutscher Wein, danach folgt der Landwein, daraufhin Qualitästwein und an der Spitze steht der Prädikatswein.

Unter die Kategorie g.U. fallen Weine aus 13 bestimmten Weinbaugebieten, welche jedoch nicht mit bestimmten Rebsorten verbunden sind. Diese Weine werden lediglich nach ihrer Rebsorte etikettiert und nach dem Mindestmostgewicht bei der Lese klassifiziert. Unter dieses System fallen die zwei Qualitätsstufen Qualitätswein und Prädikatswein, welcher wiederum in sechs weitere Unterkategorien (Prädikate) unterteilt wird. Dabei spiegelt jedes Prädikat einen unterschiedlichen Süßegrad wieder.

Pyramide_Qualit-t

Qualitäts- und Prädikatsweine

Deutschland, das Heimatland des Rieslings, ist vor allem für seine Weltklasse-Rieslinge bekannt. Die meistangebaute Rebsorte besticht durch ihren ausgeprägt fruchtigen und sortentypischen Charakter und bringt die verschiedenen Nuancen der Lagen besonders gut zum Ausdruck. Ob trocken und stahlig, mittelsüß und floral oder üppig süß – der Riesling überzeugt mit seinen vielfältigen Stilen Weinschmecker auf der ganzen Welt. Neben dem Riesling werden natürlich auch andere Weiss- und Rotweinsorten in Deutschland produziert. Diese werden in allen Güteklassen erzeugt, häufig jedoch als einfache Qualitätsweine auf dem Markt verkauft. Unter Prädikatsweine fallen größtenteils Weißweine wie der Riesling, welcher in Sachen Rebfläche und Weinqualität, die wichtigste Rolle in Deutschland - sowie auch bei WEINBÄR - einnimmt.

Trockene Rieslinge fallen häufig unter die Kategorie Qualitätsweine. Dabei reicht das Angebot von leicht und fruchtig bis sehr konzentriert und intensiv. Viele der qualitativ besten Weine sind als „Große Gewächse“ GG etikettiert. Auf der anderen Seite kann ein Großteil der Weine, die den Namen Prädikatswein tragen, eine gewisse Restsüße aufweisen. Unter die Kategorie Prädikatsweine fallen Prädikate, welche sich nach dem Zuckergehalt der Trauben richten.

Kabinette

Das Prädikat Kabinett steht für den leichtesten Prädikatswein. Kabinett Rieslinge bestechen dabei durch ihren schlanken Körper, viel Säure und einer grünen Fruchtnote nach Apfel, Weintraube und Zitrusfrüchten ausbalanciert von einer leichten Restsüße. Süße Kabinettsweine besitzen einen geringeren Alkoholgehalt zwischen 8-9 Vol.-%, trockene Weine einen Alkoholgehalt von bis zu 12 Vol-.% (wenige Ausnahmen auch bis zu 13,5 Vol.-%). Kabinette dürfen nach ihrer Gärung mit Süßreserve gesüßt werden, bei qualitativ hochwertigen Weinen wird auf diese Technik jedoch gänzlich verzichtet. Durch ein frühzeitiges Stoppen des Gärprozesses, welcher verhindert, dass die Hefe allen vorhandenen Zucker des Mosts in Alkohol umwandelt, kann eine ausgewogenere Zucker-Säure-Balance erreicht werden. Dieses Verfahren bringt die hochwertigeren Kabinettsweine hervor.

Spätlesen

Spätlese bezeichnet Weine, welche unter demselben Verfahren wie Kabinette produziert werden, allerdings eine höhere Konzentration, Reife, mehr Körper, Alkoholgehalt und sofern zutreffend mehr Süße aufweisen. Riesling Spätlesen bestechen häufig durch ihre Zitrusnote und ihr exotisches Fruchtaroma.Die Spätlese besitzt ihren Ursprung in der Domäne Schloss Johannisberg bei Geisenheim im Rheingau. Die mehrwöchige Verspätung des Kuriers im Jahr 1775, welcher die Erlaubnis der Traubenernte für Johannisberg einholen sollte, läutete die Geburtsstunde der Spätlese ein. Damals entschied der Kellermeister trotz der bereits eingetretenen Fäulnis, die Trauben zu ernten. Daraus entstand die Geschichte des Spätlesereiters, welche bis heute fest verankert ist in der Geschichte der deutschen Weinkultur.

Auslesen, Eisweine und Co.

Bei Auslesen werden gezielt sehr reife, handverlesene Trauben bei der Herstellung verwendet. Auslesen sind zu regionsgleichen Spätlesen deutlich reichhaltiger und reifer. Egal ob trocken oder süß in jedem Fall kann Edelfäule eine entscheidende Rolle im Geschmacksprofil der Weine spielen.

Unter Beerenauslesen und Trockenbeerenauslesen versteht man Süßweine aus von Edelfäule befallenen Trauben. Damit das Mostgewicht für eine Trockenbeerenauslese auch erreicht wird, kann auf Edelfäule nicht verzichtet werden. Für Beerenauslesen ist sie dafür weniger von Belang. Allerdings ist Botrytis auch für diese Sorte typisch. Beeren- und Trockenbeerenauslesen sind süßlich im Geschmack, überzeugen mit einer Note von Honig, getrocknetem Steinobst, Zitrusschale und Blumen. Zudem besitzen sie einen geringen Alkoholgehalt. Beeren- und Trockenbeerenauslesen zählen zu den weltweit hochwertigsten Süßweinen.

Die Herstellung von Eiswein - eine ganz besondere Weinspezialität aus Deutschland - ist äußerst risikoreich. Deshalb gehört er zu den Raritäten der Prädikatsweine. Edelfäulnis spielt bei der Erzeugung der seltenen Weinsorte keine Rolle. Temperaturen im Minusbereich (mind. -7°C) sind dagegen ausschlaggebend für die Erzeugung von Eisweinen, weshalb sie fast ausschließlich in Deutschland produziert werden. Die Beeren gefrieren am Rebstock und werden im noch eißigen Zustand gelesen. Dabei bleibt das gefrorene Wasser der Beere in der Kelter zurück und der süße Saft, dessen Gefrierpunkt darunter liegt, wird als hochkonzentrierter Most gewonnen. Bei der Herstellung wird großen Wert auf eine sortentypische Reinheit gelegt. Eisweine gehören zu den qualitativ hochwertigsten Weinen. Durch die feine Balance von Süße und Säure überzeugen sie so manchen Weinkritiker von sich. Bei der Herstellung der Eisweine wird besondere Rücksicht auf einen größtmöglichen Erhalt der Aromen gelegt. Dies kann nur durch eine sorgfältige Auswahl der Hefe, einen bewussten Umgang mit dem Most und den Verzicht auf jegliche Verfahren, welche die Aromen der Trauben überdecken könnten, erreicht werden. Eisweine eignen sich auf Grund ihrer dominanten Fruchtsüße und des geringen Alkholgehalts hervorragend als Aperetif, Dessertwein oder Ausstiegswein nach einer intensiven Weinprobe. Zudem erfreuen sie sich vor allem bei der jungen Generation großer Beliebtheit.

Die Qualitätspyramide Eine Mehrheit deutscher Weine besitzt eine geschützte Ursprungsbezeichnung (g.U.), worunter Qualitätsweine und Prädikatsweine fallen. Daneben gibt es Weine mit... mehr erfahren »
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Qualitätsstufen deutscher Weine

Die Qualitätspyramide

Eine Mehrheit deutscher Weine besitzt eine geschützte Ursprungsbezeichnung (g.U.), worunter Qualitätsweine und Prädikatsweine fallen. Daneben gibt es Weine mit geschützten geografischen Angaben (g.g.A.), welche als Landweine etikettiert sind und Weine ohne jegliche geografischen Angaben, welche unter die Kategorie Deutsche Weine oder Tafelweine fallen. In der Qualitätspyramide stehen an unterster Stelle der Tafelwein/Deutscher Wein, danach folgt der Landwein, daraufhin Qualitästwein und an der Spitze steht der Prädikatswein.

Unter die Kategorie g.U. fallen Weine aus 13 bestimmten Weinbaugebieten, welche jedoch nicht mit bestimmten Rebsorten verbunden sind. Diese Weine werden lediglich nach ihrer Rebsorte etikettiert und nach dem Mindestmostgewicht bei der Lese klassifiziert. Unter dieses System fallen die zwei Qualitätsstufen Qualitätswein und Prädikatswein, welcher wiederum in sechs weitere Unterkategorien (Prädikate) unterteilt wird. Dabei spiegelt jedes Prädikat einen unterschiedlichen Süßegrad wieder.

Pyramide_Qualit-t

Qualitäts- und Prädikatsweine

Deutschland, das Heimatland des Rieslings, ist vor allem für seine Weltklasse-Rieslinge bekannt. Die meistangebaute Rebsorte besticht durch ihren ausgeprägt fruchtigen und sortentypischen Charakter und bringt die verschiedenen Nuancen der Lagen besonders gut zum Ausdruck. Ob trocken und stahlig, mittelsüß und floral oder üppig süß – der Riesling überzeugt mit seinen vielfältigen Stilen Weinschmecker auf der ganzen Welt. Neben dem Riesling werden natürlich auch andere Weiss- und Rotweinsorten in Deutschland produziert. Diese werden in allen Güteklassen erzeugt, häufig jedoch als einfache Qualitätsweine auf dem Markt verkauft. Unter Prädikatsweine fallen größtenteils Weißweine wie der Riesling, welcher in Sachen Rebfläche und Weinqualität, die wichtigste Rolle in Deutschland - sowie auch bei WEINBÄR - einnimmt.

Trockene Rieslinge fallen häufig unter die Kategorie Qualitätsweine. Dabei reicht das Angebot von leicht und fruchtig bis sehr konzentriert und intensiv. Viele der qualitativ besten Weine sind als „Große Gewächse“ GG etikettiert. Auf der anderen Seite kann ein Großteil der Weine, die den Namen Prädikatswein tragen, eine gewisse Restsüße aufweisen. Unter die Kategorie Prädikatsweine fallen Prädikate, welche sich nach dem Zuckergehalt der Trauben richten.

Kabinette

Das Prädikat Kabinett steht für den leichtesten Prädikatswein. Kabinett Rieslinge bestechen dabei durch ihren schlanken Körper, viel Säure und einer grünen Fruchtnote nach Apfel, Weintraube und Zitrusfrüchten ausbalanciert von einer leichten Restsüße. Süße Kabinettsweine besitzen einen geringeren Alkoholgehalt zwischen 8-9 Vol.-%, trockene Weine einen Alkoholgehalt von bis zu 12 Vol-.% (wenige Ausnahmen auch bis zu 13,5 Vol.-%). Kabinette dürfen nach ihrer Gärung mit Süßreserve gesüßt werden, bei qualitativ hochwertigen Weinen wird auf diese Technik jedoch gänzlich verzichtet. Durch ein frühzeitiges Stoppen des Gärprozesses, welcher verhindert, dass die Hefe allen vorhandenen Zucker des Mosts in Alkohol umwandelt, kann eine ausgewogenere Zucker-Säure-Balance erreicht werden. Dieses Verfahren bringt die hochwertigeren Kabinettsweine hervor.

Spätlesen

Spätlese bezeichnet Weine, welche unter demselben Verfahren wie Kabinette produziert werden, allerdings eine höhere Konzentration, Reife, mehr Körper, Alkoholgehalt und sofern zutreffend mehr Süße aufweisen. Riesling Spätlesen bestechen häufig durch ihre Zitrusnote und ihr exotisches Fruchtaroma.Die Spätlese besitzt ihren Ursprung in der Domäne Schloss Johannisberg bei Geisenheim im Rheingau. Die mehrwöchige Verspätung des Kuriers im Jahr 1775, welcher die Erlaubnis der Traubenernte für Johannisberg einholen sollte, läutete die Geburtsstunde der Spätlese ein. Damals entschied der Kellermeister trotz der bereits eingetretenen Fäulnis, die Trauben zu ernten. Daraus entstand die Geschichte des Spätlesereiters, welche bis heute fest verankert ist in der Geschichte der deutschen Weinkultur.

Auslesen, Eisweine und Co.

Bei Auslesen werden gezielt sehr reife, handverlesene Trauben bei der Herstellung verwendet. Auslesen sind zu regionsgleichen Spätlesen deutlich reichhaltiger und reifer. Egal ob trocken oder süß in jedem Fall kann Edelfäule eine entscheidende Rolle im Geschmacksprofil der Weine spielen.

Unter Beerenauslesen und Trockenbeerenauslesen versteht man Süßweine aus von Edelfäule befallenen Trauben. Damit das Mostgewicht für eine Trockenbeerenauslese auch erreicht wird, kann auf Edelfäule nicht verzichtet werden. Für Beerenauslesen ist sie dafür weniger von Belang. Allerdings ist Botrytis auch für diese Sorte typisch. Beeren- und Trockenbeerenauslesen sind süßlich im Geschmack, überzeugen mit einer Note von Honig, getrocknetem Steinobst, Zitrusschale und Blumen. Zudem besitzen sie einen geringen Alkoholgehalt. Beeren- und Trockenbeerenauslesen zählen zu den weltweit hochwertigsten Süßweinen.

Die Herstellung von Eiswein - eine ganz besondere Weinspezialität aus Deutschland - ist äußerst risikoreich. Deshalb gehört er zu den Raritäten der Prädikatsweine. Edelfäulnis spielt bei der Erzeugung der seltenen Weinsorte keine Rolle. Temperaturen im Minusbereich (mind. -7°C) sind dagegen ausschlaggebend für die Erzeugung von Eisweinen, weshalb sie fast ausschließlich in Deutschland produziert werden. Die Beeren gefrieren am Rebstock und werden im noch eißigen Zustand gelesen. Dabei bleibt das gefrorene Wasser der Beere in der Kelter zurück und der süße Saft, dessen Gefrierpunkt darunter liegt, wird als hochkonzentrierter Most gewonnen. Bei der Herstellung wird großen Wert auf eine sortentypische Reinheit gelegt. Eisweine gehören zu den qualitativ hochwertigsten Weinen. Durch die feine Balance von Süße und Säure überzeugen sie so manchen Weinkritiker von sich. Bei der Herstellung der Eisweine wird besondere Rücksicht auf einen größtmöglichen Erhalt der Aromen gelegt. Dies kann nur durch eine sorgfältige Auswahl der Hefe, einen bewussten Umgang mit dem Most und den Verzicht auf jegliche Verfahren, welche die Aromen der Trauben überdecken könnten, erreicht werden. Eisweine eignen sich auf Grund ihrer dominanten Fruchtsüße und des geringen Alkholgehalts hervorragend als Aperetif, Dessertwein oder Ausstiegswein nach einer intensiven Weinprobe. Zudem erfreuen sie sich vor allem bei der jungen Generation großer Beliebtheit.

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