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WEINBÄR | Women in Wine

Lara Haag - Riesling in 2. Generation

Zwei Familienunternehmen, die nun beide in der nächsten Generation angekommen sind. Eine besondere Verbindung ist die Partnerschaft oder besser gesagt Freundschaft zwischen dem Weingut Schloss Lieser von der Mosel und dem Weinbär.

Die junge, vielgereiste Winzerin Lara Haag haben wir, das sind Jessica und Nadine vom WEINBÄR Team, virtuell auf ein Glas Riesling getroffen. Sie hat uns mit ihrer charmanten Art erzählt, wie Sie die Zukunft des Weinguts zusammen mit ihrem Bruder gestalten will und warum sie eine Schwäche für (badischen) Spätburgunder hat.


Wenn man in eine Winzerfamilie geboren wird, ist es nicht immer selbstverständlich, dass man in die Fußstapfen der Eltern treten will. Ganz besonders nicht, wenn man gerade das Abitur abgelegt hat und erst mal so gar nicht das machen möchte, was die Eltern gerade machen. Aber wer hätte gedacht, dass die Winzerin ursprünglich Wirtschaftsingenieurwesen studieren wollte und in der Schule ganz mathebegeistert war. Zum Glück wurde Lara nach dem Abitur von Ihrer Reiselust gepackt und hat mehr oder weniger zufällig im fernen Australien und Neuseeland entdeckt, wie spannend und vielseitig die Weinwelt doch sein kann. Klar, sagt sie, im Moseltal hat man halt 100% Riesling und das Tal ist die Grenze. Dann kam Sie von Ihrer Reise zurück und verkündete zu Hause, Wein sei jetzt doch etwas, was sie machen möchte, und bewarb sich in Geisenheim – und ergänzt mit einem Lächeln, dass dies auf jeden Fall die beste Entscheidung war.

Ohne Reisen, konnte sie sich das Ganze aber nicht vorstellen. Erst kamen verschiedene Praktika, von der Schweiz über Kalifornien bis in die Heimat des Moseltals, dann das Geisenheimer Studium. Mittlerweile kümmert Sie sich mit viel elterlichem Vertrauen und kreativer Freiheit um Vertrieb und Export, zusammen mit Ihrer Mutter. Während ihr Bruder Niklas, der aktuell in Geisenheim Weinbau und Önologie studiert und den sie als „echten Schaffer“ bezeichnet, viel lieber im Weinberg steht als in irgendeiner BWL-Vorlesung zu sitzen:

„Letzten Herbst hat er sogar zwei Weinlesen mitgemacht, erst bei Kellers am Kaiserstuhl und hat dann hier zuhause nochmal drei Wochen dran gehangen und weiter gearbeitet.“

Das Besondere an der Zusammenarbeit von Lara und ihrem Bruder Niklas ist auch, dass sich jeder in dem Bereich verwirklichen kann, der ihm liegt und da einbringen kann, was man möchte, ohne sich gegenseitig etwas wegzunehmen:

„Das ist ja eigentlich auch das coole daran, dass wir uns so ergänzen. Dass er seinen Arbeitsbereich hat und ich meinen. Das sollte man dann auch akzeptieren und das ist für unsere Zusammenarbeit richtig gut.“

Wir wollten wissen, ob sich die Zusammenarbeit zwischen Ihren Eltern, als erster Generation und Ihr mit Ihrem Bruder als zweiter Generation über die bisherige gemeinsame Zeit im Betrieb verändert hat.

„Auf jeden Fall. Also wenn ich so zurückdenke, an die Zeit als ich eingestiegen bin, da hatten wir oft Diskussionen. Meine Vorschläge und Ideen wurden dann nicht immer bestens aufgenommen. Das hat sich sehr geändert. Seit etwa ein, zwei Jahren kann ich eigentlich alles umsetzen und Ideenvorschläge machen. Wir setzen uns dann immer mit der ganzen Familie zusammen und besprechen das. Also es ist jetzt nicht so, als würden mein Bruder und ich auf einmal komplett alles alleine entscheiden. Sondern es ist immer wichtig im Team, in der Familie.“

Die Arbeit Ihrer Eltern bewundert Sie sehr. Sie betitelt das Weingut als deren beiden „Baby“ und hat großes Verständnis dafür, dass man dies nicht einfach aus der Hand geben kann.

„Das war für meinen Papa am Anfang schon richtig schwer. Aber sobald er dann weiß und merkt, der/die macht das richtig gut, lässt er viele Sachen zu.“

Was in jeder Geschichte, in jedem Satz von Lara rüberkam, ist der Respekt und der Stolz für ihre Eltern, die das Erfolgsweingut in den 1990er Jahre quasi aus dem Nichts aufbauten und zugleich dass die Familie das Weingut gemeinsam führt und gemeinsam in die Zukunft führen wird. „Mama und Papa“ – das hat sie auch auf unsere Frage nach ihren Vorbildern erklärt.

Welchen Mut ihr Papa damals hatte, ein vollkommen heruntergetriebenes Weingut unter Aufnahme eines Kredites zu kaufen „das nicht mal mehr irgendwelche Maschinen hatte, geschweige denn Kunden oder Flaschen und es dann innerhalb einer Generation zu dem aufzubauen, was es heute ist. Das finde ich sehr beeindruckend. Das ist heutzutage (und allgemein) nicht so gängig, viele der Moselbetriebe sind ja klassische Generationsbetriebe.“

Sie beschreibt Thomas Haag, ihren Papa, als einen Menschen der immer alles in seinem Kopf hat, der sich nie von irgendwelchen Trends leiten lassen würde und der sich nicht nach anderen Meinungen ausrichtet. Das ist für Lara ein großes Vorbild.

„Der Papa ist alleine im Keller. Das macht er schon immer. Er will auch niemanden dabei haben, außer jetzt wir als Kinder. Manchmal steht auch vor seinen Tanks, spricht mit denen, und macht dann halt so sein Ding. Lässt die andern auch nicht immer daran teilhaben. Der Niklas hilft ihm nun aber schon seit circa zwei Jahren.

Bei so einer starken Familie wollten wir unbedingt wissen, wie so ein typischer Tag bei der Weinlese im Hause Haag aussieht:

Ansonsten waren Mama und ich auch immer im Weinberg während der Lese. Aber in den letzten zwei Jahren hat der Tourismus so zugenommen dass wir parallel viele Weinproben im September hatten. Es ist ja auch so, dass die Lese sich zeitlich vorzieht. Viele Veranstaltungen sind ja noch im September, die Versteigerung auch. Und wenn wir dann zwischendrin Zeit haben bin ich im Keller. Traubenannahme zum Beispiel.“

Und wer entscheidet bei euch, welche Weinberge und Qualitäten wann gelesen werden?

„Abends fahren dann Niklas und ich raus, mit dem Papa, und schauen nach der Reife um zu entscheiden was wir als nächstes ernten. Das finde ich super spannend. An der Mosel gehst du halt nicht nur einmal rein, in den Weinberg. Sondern du hast ja die verschiedenen Prädikate. Da gehst du dann auch drei oder vier Mal in einen Weinberg. Die Entscheidung machen wir aber nie von einer Analyse oder sonst was abhängig, sondern nur vom Geschmack. Man muss auch nach der Steigung schauen, da gibt es große Unterschiede der Trauben von Oben, Mitte und Unten."

Da muss man wirklich gut organisiert sein um nicht den Überblick zu verlieren. Oder?

„Schwierig ist dann auch so zu Lesen, dass es logistisch Sinn macht. Ich meine, wir haben 185 Parzellen. Das ist nicht als hätten wir hier ein Hektar, da ein Hektar. Sondern hier ‘ne kleine Parzelle mit 5 Reihen, dann dort wieder 7 Reihen. Abends suchen wir uns dann spezifisch ein paar Weinberge aus. In der ersten Zeit liest man ja schon viel Kabinett. Und dann fahren wir eben früh schon in den Domprobst, in den Himmelreich, probieren die Trauben und schauen ob der Kabinett schon so weit ist. Und dann fahren wir am nächsten Tag woanders hin. Wir wissen ja auch so ungefähr, wie die Reife und Reihenfolge in den Großen Lagen ist. Das ist auch irgendwo eine Erfahrung, die der Papa mit einbringt.“

Während der Weinlese liegt schon etwas besonderes in der Luft.

„Also wenn man mich fragt, würde ich auch immer im September reisen, weil das für mich die schönste Zeit an der Mosel ist. Alles färbt sich gold, die Leute sind so richtig im Herbst und am arbeiten. Dann hopsen die Besucher hier rum, schauen auch mal in den Keller oder probieren die „Träubcher“ - finde ich ja auch cool.“

Auf den neuen, in Kürze kommenden Jahrgang 2020 sind wir natürlich schon sehr gespannt. Doch welcher Jahrgang der Schloss Lieser-Weine bringt jetzt gerade am meisten Trinkspaß?

„Wir trinken tatsächlich oft den aktuellen, neuen Jahrgang. Auch wegen der noch frischen Primäraromatik und vor allem der Sponti-Aromatik. Ansonsten macht jetzt 2016 Spaß, finde ich. Weil 2016 so ein ganz feines, klares Jahr war, auch mit toll eingebundener Säure. Davon haben wir kürzlich Große Gewächse aufgemacht und Kabi aus der Juffer. Oder dann Weine, die schon so richtig in der Reifephase stecken. Also ich liebe diese kühlen, klassischen Jahre wie 2002, 2004, 2008.“

Wird aus jedem Jahrgang etwas ins „Weinarchiv“ gelegt, um es aufzuheben?

„Wir haben damals im Endeffekt mit Nichts angefangen. Meine Eltern haben einen Kredit aufgenommen und sind mit 6 Hektar gestartet. Da konnte man nicht sagen, ich leg jetzt einfach mal ein paar Flaschen oder Kartons weg. Deswegen ist es für uns schon besonders, etwas Reifes aus dem eigenen Keller zu probieren. Das findet nicht oft statt, dass wir mal ältere Jahrgänge – also damit meine ich schon älter als 2016 oder 2015 – aufmachen. Und das sind für uns dann wirklich so ganz, ganz, ganz besondere Momente. Die sind auch relativ selten. Teilweise haben wir weniger als 10 Flaschen, da überlegt man sich dann schon ganz genau wann setz ich die ein.“

Wer die Lieser-Weine kennt, weiß, dass die Spontangärung eine große Rolle im Weingut spielt. Doch wir haben uns gefragt: warum eigentlich?

„Für mich bedeutet die Spontanvergärung besonders das Aufzeigen des Terroirs. Wir sind ja bekannt dafür, schon immer unsere Weine spontan zu vergären. Damit hat der Papa ja auch gestartet damals, direkt von Anfang an. Und wir haben nun mal acht Grand Cru Lagen oder VDP.Große Lagen, mit die besten der Mosel. Ich meine, jede Lage ist komplett anders, eben in Steigung, Mikroklima, Boden, Ausrichtung, und das macht es so spannend. Das gibt ‘ne eigene Charakteristik und für mich bedeutet das, also nicht nur in Bezug auf unsere sondern auch auf andere Weine, erzählt mir die Spontangärung mehr. Für mich macht es die Weine interessanter, auch diese Mineralik kommt viel mehr durch, diese „Schiefrichkeit“ hier von der Mosel. Es erzählt einem irgendwo mehr wo’s herkommt. Und das finde ich wichtig. Also wenn ich so tolle Lagen habe, und ich bau die im Endeffekt in den Stahltanks aus, und bin dann schon sehr fokussiert auf die verschiedenen Lagentypen und auf die Charakteristik, dann will ich das ja auch präsentieren, dann will ich die eigene Naturhefe ja auch arbeiten lassen und diese Herkunft auch zum Ausdruck bringen.

Und gerade mit der Rebsorte Riesling kann man es transportieren, da hat man eher diesen Sponti oder diese wilde Aromatik in der Nase, diese „Schiefrichkeit“, bisschen Salzigkeit. Da kommts vom Typ her, und gerade bei den Moselrieslingen mit der Leichtigkeit, am meisten zur Geltung.“

Mosel & Riesling, das gehört einfach zusammen. Wenn es im Restaurant mal keinen Riesling gibt, was bestellt eine Moselanerin dann?

„Wenn ich auf reisen bin, also in verschiedenen Weinregionen, bestelle ich IMMER heimische Weine. Da kann man sich am ehesten Blick über die Region verschaffen. Und sich irgendwo auch inspirieren lassen. Da frag ich halt auch super gerne nach Unbekanntem. Und ansonsten tendiere ich schon viel zu Chardonnay oder Spätburgunder. Weil ich finde, Spätburgunder ist ‘ne Rebsorte – ich meine, Riesling ist für mich sowas von Terroir-fokussiert, wie sonst vielleicht keine andere Rebsorte – und Spätburgunder tendiert halt auch stark in diese Richtung. Ich steh aber auch auf diese Finesse, diese Eleganz, die Kühlheit vom Spätburgunder und wenn ich dann Rotwein bestelle, dann auf jeden Fall in diese Richtung.“

Sie hat uns außerdem verraten, dass sie auch ganz gerne hier zu uns an den Kaiserstuhl reist. Aber einen Lieblingsspätburgunder aus Deutschland hat sie nicht.

„Ne, nicht wirklich. Also ich hab‘ schon ein paar sehr gute getrunken. Zum Beispiel echt spannend, letzt hatten wir einen 1999er Spätburgunder vom Kaiserstuhl. Den durften wir dann nochmal probieren, als wir bei unserem letzten Besuch in Baden bei Bärs zum Essen waren. Ich habe dann zuhause an Weihnachten einen Flight gemacht mit 1999er Stigler Freiburgunder Schlossberg und daneben einen 2001er Huber – den hatte ich bei euch im Laden gekauft. Das war so unfassbar spannend. Wir haben blind probiert und waren dann in der Familie wirklich am staunen. Selbst Papa, der ist eigentlich so super gut in Jahrgängen, war dann bei 2015. Der 99er war um einiges kühler, eleganter und leichter, und der 2001er war aus dem wärmeren Jahrgang dann komplexer und dichter. Die hättest du nie auf 20 Jahre Reife getippt. Dass die sich auch einfach so wahnsinnig gut halten, die waren im Glas ja noch so unfassbar jung. Unfassbar spannend.“

Lara hat ihre Eltern gefragt, wie die Schloss Lieser Weine eigentlich im WEINBÄR-Regal gelandet sind. 

„Ich hab‘ Mama und Papa gefragt. Die haben gesagt „Boah, wann war dat denn? Dat is ja schon ewich her.“ Die hatten schon immer Kontakt zum Hermann, und der hat ja viel Wert gelegt auf hohe Qualitäten und vor allem auch auf Riesling, und die zu lagern und reifen zu lassen.

Peter in der 2. Generation bei WEINBÄR schätzt eure Weine sehr in seinem Regal:

Ja genau! Umso schöner, dass beide Generationen auf beiden Seiten weitermachen und immer noch zusammenarbeiten. Mit Peter und mir. Beide zusammen in Geisenheim studiert, auch da schon den ein oder anderen Wein zusammen probiert und getrunken. Ich mein, wir sind ja auch ein Familienunternehmen und dann ist es umso schöner dass du auch mit anderen familiär geführten Unternehmen arbeitest und da einfach ‘ne Verbindung hast. Also ob das jetzt beim Export so ist, oder beim deutschen Handel, wir wollen immer langfristig unsere Partner und Händler haben, da sollte man sich schon wohlfühlen. Wir sehen so jemanden jetzt auch nicht als „Business Partner“ sondern irgendwann auch als Freunde. Das find ich toll. Genau wie bei unserem letzten Besuch am Kaiserstuhl, als wir bei Bärs eingeladen waren, zusammen gegessen und tolle Weine getrunken haben und ob die schon bei uns auf ‘nem 50. Waren oder so. Das macht’s halt aus.“

Das schätzen auch wir. Die Wertschätzung beruht auf Gegenseitigkeit. Zu wissen, wer hinter den wunderbaren Weinen steckt, die bei uns im Regal zu finden sind, ist für uns besonders wichtig.

„Was bei euch halt extrem toll ist, dass du einfach immer persönlich beraten wirst. Egal wann ich bei euch reinkomme, man erhält immer ‘ne tolle Beratung und da ist wahnsinniges Wissen über Wein. Und da legen wir ja auch extrem viel Wert drauf. Das macht ihr genauso. Und ich finde bei euch, ihr habt die ganz tollen klassischen und bekannten Namen von der Weinszene, aber ihr schreckt euch jetzt nicht davor auch mal neue Projekte, junge Winzer, andere Weine aufzunehmen und die zu präsentieren.“

Eine der spannendsten Beobachtungen in der Branche ist für die Moselanerin, wie viele Frauen hier tatsächlich als nächste Generation in der Weinwelt stehen, allein wenn man sich an der Mosel umsieht. Dass wir unser virtuelles Glas Wein zu dritt genießen konnten, als drei junge und gleichzeitig weinerfahrene Frauen, ist immer noch etwas Besonderes in der Weinbranche, wird aber stetig mehr.

Besonders der Austausch untereinander, mit anderen Winzerinnen und auch Freundinnen aus der Weinbranche ist für Lara etwas, dass sie in Zukunft unbedingt einführen und verstärkt umsetzen möchte.

„Ich finde, dass es tatsächlich in der Weinbranche fehlt sich miteinander auszutauschen. Die Branche ist ja schon sehr oft und gerne von Einzelkämpfern dominiert. Da sollte man sich mehr zusammentun und miteinander arbeiten. Und das mache ich auf jeden Fall. Vor kurzem habe ich mit zwei Freundinnen, zwei Winzerinnen hier von der Mosel, ein Online-Tasting gemacht. Mit den beiden tausche ich mich eigentlich fast täglich aus. Und da sind wir dann auch richtig ehrlich. Es ist ja so, dass man gerne mal anderen Meinungen hören will. Das finde ich gut und wichtig. Das ist auch zukünftig ‘ne Sache die ich auf jeden Fall so weitermachen will.“

Die Zusammenarbeit und die Kollegialität ist für die Moselanerin auch etwas, dass die deutsche Winzerin von morgen ausmacht. Sie selbst sieht sich, als Winzerin von morgen und kommende Generation des Weinguts so:

„Ich will auf jeden Fall die Tradition weiterführen. Es ist jetzt nicht so, als wollte ich als nächste Generation irgendein Rad neu erfinden. Das ist heute nicht mehr so. Von der Philosophie her, auch im Keller vom Ausbau und im Anbau, würde ich es auf jeden Fall so lassen! Im Bezug auf den Klimawandel werden wir uns auf jeden Fall auch anderen Herausforderungen stellen müssen. Und da müssen wir im Endeffekt auch immer mit der Zeit gehen, wie zum Beispiel in der Zukunft vielleicht sogar irgendwann mal andere Rebsorten in Betracht ziehen. Und uns eben stetig weiterbilden.“

Wenn nicht gerade ein Lockdown und Corona das alltägliche Leben beeinflussen, reist Lara in Hochzeiten über 100 Tage im Jahr zu Weinmessen, Proben, Präsentationen und Events auf der ganzen Welt. Durch ihren Beruf so viele Eindrücke aus zahlreichen Ländern sammeln zu können ist für sie etwas ganz Besonderes. Dabei fiel es ihr gar nicht so leicht, ihre drei beeindruckendsten Wein-Reise-Erlebnisse zu nennen – und mit uns zu teilen.

„Also das ist für mich auf jeden Fall die schwierigste Frage… Eins ist, wo wir zu ganz, ganz einsamen karibischen Inseln gereist sind, mit anderen Moselwinzern und unserem Importeur. Wir haben 3 Flieger benutzt, das war so geil – wir sind über Venezuela geflogen, haben irgendwo bei Trinidad gehalten und sind dann mit so einem ganz kleinen Flieger weiter auf die Insel. Der war von beiden Seiten offen, man konnte da nur mit drei Leuten rein, Mama ist fast gestorben vor Angst. Es war nachts und der hatte gar kein Licht. Der hat nur mit der Taschenlampe geleuchtet, es war richtig verrückt, man hat einfach nichts gesehen. Dann sind wir auf irgend so einer einsamen Insel gelandet um 2 oder 3 Wochen mit den anderen zusammen unsere Weine zu präsentieren. Wir haben sogar noch die Mosel dort in den Sand gebaut, es war so crazy. Wir haben auch Hummer im Meer gefangen und ganz frisch gegessen. Das machst du ja auch nicht einfach so. Das war jetzt so ‘ne einmalige Chance, sag ich mal.

Und – Brasilien. Dort war eine Weinmesse von unserem Importeur. Nach Sao Paolo wäre ich sonst von mir aus never geflogen. Aber das war einfach so cool! Die Menschen sind so wahnsinnig offen und haben so viel Spaß am Leben. Da haben wir einfach mit einem Glas Wein in der Hand auf der Straße getanzt. Es war dort so ein Lebensgefühl, da hast du dich einfach richtig wohl gefühlt und warst einfach richtig glücklich in dem Moment.

Und dann gibt es eben noch die ganzen Reisen durch die USA oder Asien, bei denen du mit anderen Winzern unterwegs bist. Es ist halt immer schade, wenn du alleine reist. Mit andern Winzern und Kollegen wie z.B. Schäfer-Fröhlich, Loosen, Gunderloch und ganz viele andere noch, da hat man schon immer viel Spaß! (lacht) Das verbindet auch, und der Austausch untereinander ist spannend. Ich finde es gut, sowas zusammen zu machen. Da ergänzt man sich auch ganz gut. Es ist ja so, dass im Portfolio jeder seine eigene Stilistik und Philosophie hat.“

Und wenn die aktuelle Situation mit CoVid überstanden ist will Lara uns einladen, zu einem großen Fest bei ihrer Familie im Hof und einfach das Miteinander zu feiern. Wir freuen uns jetzt schon!

„Ich wüsste jetzt nicht direkt, auf welchem Event man mich als erstes sehen würde. Man könnte doch auch ein eigenes Event planen. Euch alle einladen, hier im Hof, geile Weine aufreißen, gutes Essen und einfach halt wieder dieses Zusammensein genießen ohne sich irgendwie Gedanken zu machen. Ich finde, das fehlt einem momentan sehr. Einfach unten sitzen und die Zeit genießen.

Das erste Land in das ich reisen würde, wäre Südafrika. Das ist für mich ein absoluter Traum. Also als Land, es ist Landschaftlich ein Traum, ne wahnsinnige Tierwelt, du hast dort auch die Weinregionen, kannst viel entdecken, unglaublich vielfältig.“

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